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Pfarrei St. Margareta Kahl am Main  > Kirchenrundgang  > Pfarrkirche

Pfarrkirche St. Margareta

Die aus roten Bruchsandsteinen im neo-barocken Stil erbaute Kirche macht mit ihrem 38 m hohen Kirchturm einen markanten Eindruck im Kahler Ortsbild. Sie ist, seit einer ersten Erwähnung im Jahr 1330, die vierte Kirche, die an dieser Stelle steht.
Der erste kleine Kirchenbau wurde im Jahre 1492 durch Feuersbrunst und Hochwasser zerstört. Der an gleicher Stelle errichtete Neubau wurde erst zwanzig Jahre später - 1512 - fertig gestellt. Der dritte Kirchenbau aus dem Jahre 1766 ist bis heute als Haupteingang zur heutigen Kirche erhalten.

Die Planungen für die gegenwärtige Pfarrkirche St. Margareta reichen bis in das Jahr 1896 zurück. Durch die rapide Bevölkerungsentwicklung war ein Neubau unumgänglich. Dieser konnte in den Jahren 1910/11 endlich verwirklicht werden. Die Bausumme betrug damals 121.000,-- RM. Altäre und Orgel wurden aus der alten Kirche übernommen.

Durch diverse Renovierungen und Umbauten wurde das Erscheinungsbild und die Innenausstattung mehrfach verändert. 1940 wurde eine neue Orgel eingebaut, 1949 die im Krieg abtransportierten Glocken durch neue ersetzt.

Die Renovierung von 1962 brachte die größten Veränderungen mit sich. Die barocke Innenausstattung wurde ausgebaut und ein sachlich schlichter Gottesdienstraum nach dem damaligen Geist geschaffen. Spätere Renovierungen machten diesen radikalen Schritt teilweise rückgängig und brachten wertvolle Ausstattungsgegenstände besser zur Geltung.

Von künstlerisch besonderem Wert sind die Pieta aus dem 17. Jahrhundert, der Taufstein von 1769 und aus neuerer Zeit zwei Gemälde und der Kriegergedächtnisaltar von Adalbert Hock. Ebenfalls erwähnenswert sind die Chorraumfenster mit der Darstellung der sieben Sakramente, entworfen vom Alzenauer Künstler Franz Wilz.

Text: Dr. Andreas Heeg

Neuer Hochaltar aufgebaut

14.12.2008

Unsere Pfarrkirche hat nach 47 Jahren wieder einen Hochaltar. Die Diözese Würzburg hat uns kurzfristig den Altar aus dem Kloster der Erlöserschwestern in Eichelsdorf in den Haßbergen angeboten, und wir haben die Offerte nicht ausgeschlagen.
Als Pfarrer Valentin Lippert 1961/62 die Pfarrkirche erweitern und renovieren ließ, wurde der Hochaltar durch einen neuen Volksaltar ersetzt. Heute steht der damalige Hochaltar in der Kirche von Hetzlos bei Oberthulba. An die Stelle des alten wurde nun der "neue" Hochaltar aufgebaut. An diesem Altar soll aber nicht die Messe zelebriert werden; der bisherige Volksaltar bleibt weiter im Mittelpunkt des Chorraumes.
Pfarrer Uwe Hartmann erklärt, wie es dazu kam: Der Kunstreferent der Diözese, Domkapitular Dr. Jürgen Lenssen, habe ihn bei einem Termin in Würzburg angesprochen und den Hochaltar aus Eichelsdorf angeboten. Offenbar hatte Lenssen sich daran erinnert, dass in Kahl schon länger Planungen existieren, die Wand im Altarraum der Pfarrkirche zu bemalen.
Das hat sich nun erübrigt: Vor die Wahl gestellt, die Offerte anzunehmen oder abzulehnen, habe er schnell zugesagt. Auch in den Gremien der Pfarrei, dem Pfarrgemeinderat und der Kirchenverwaltung, habe es große Zustimmung gegeben. Damit stand der Installation des Altars nichts mehr im Wege. Im Kloster der Erlöserschwestern in Eichelsdorf hat das Stück keine Verwendung mehr: Die Klosterkirche wird, nachdem das gesamte Anwesen verkauft wurde, zu einem Konzertsaal umgewandelt. In einer Messe am 2. Dezember wurde die Kirche von Bischof Friedhelm Hofmann "profaniert".
Stilmäßig passt der Hochaltar in die Pfarrkirche: Diese ist 1911 erbaut, der Altar stammt von 1912.
Der bisher im Altarraum stehende Tabernakel wurde abgeräumt und wird eingelagert.
Der Eichelsdorfer Hochaltar sei "von höchster Qualität und in tadellosem Zustand", versicherte Pfr. Hartmann. Es habe sich da eine "einmalige Chance geboten".

Hochaltar am 3. Advent
Hochaltar am 3. Advent
 

Hochaltar
Hochaltar