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Zowislo stammte aus Oberschlesien, wo er am 1. Dezember 1927 in Klausberg geboren wurde. Nach der Schule schlug er beim Finanzamt in Hindenburg die gehobene Beamtenlaufbahn ein. Im Juni 1944 wurde er zum Reichsarbeitsdienst einberufen, kam dann als Soldat an die Westfront und später zum Oderbruch vor Berlin. Kurz vor Kriegsende geriet er in russische Kriegsgefangenschaft, aus der er erst nach viereinhalb Jahren heimkam. In dieser Zeit habe er »die Haltung des Gottvertrauens gelernt«, sagte er später.

Nach der Heimkehr fand Zowislo eine neue Heimat in Kahl. Zu Beginn arbeitete er in einer Reifenfabrik, danach bei der Mainasphalt in Hanau, wo er 32 Jahre federführend in der Personalabteilung blieb und lange Jahre Betriebsratsvorsitzender war. 1956 heiratete er seine Frau Lore, die im Juli 2019 verstarb. Mit ihr zusammen hatte er sieben Kinder.

Zowislo war in unserer Pfarrei sehr aktiv - als Kommunionhelfer, Lektor, Leiter des Krankenhausbesuchsdienstes, im Pfarrgemeinderat und im Vorstand des Werkvolkes, später KAB genannt.

1983 wurde er von Bischof Paul-Werner Scheele zum Diakon geweiht und war offiziell bis zu seiner Entpflichtung 2002 im Dienst. Noch bis 2012 sprang er als Aushilfe in der Seelsorge ein. 2006 wurde er Ehrenbürger der Gemeinde Kahl, 2008 feierte er sein silbernes Weihejubiläum. 2010 bekam er den Heimatpreis des Heimat- und Geschichtsvereins.

Am Dienstag, 04.02.,  ist der Kahler Ehrenbürger und Diakon im Ruhestand, versehen mit dem Sakrament der Krankensalbung, im Alter von 92 Jahren verstorben. Am Donnerstag, 6. Februar, wird um 19 Uhr das Requiem in der Kahler Pfarrkirche gefeiert. Der Rosenkranz wird am Samstag, 8. Februar, um 9.30 Uhr in der Aussegnungshalle des Waldfriedhofs gebetet. Um 10 Uhr schließt sich die Trauerfeier mit Beisetzung an.

Michael Hofmann

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