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Das Familiengottesdienst-Team machte am ersten Fastensonntag mit den Kindern einen Ausflug in die Wüste und fühlte nach, was Jesus im Tagesevangelium während der 40 Tage seines Fastens dort erlebt hat. 

Gemeinsam mit den Kindern wurde überlegt, nach was man noch mehr hungern könnte, als nach Essen und Trinken. Vier Schattenbilder luden die Kinder ein, zu sagen, wonach sich die darauf abgebildeten Personen sehnen. 
Die vier Schlagworte Verzeihen, Trost, Gerechtigkeit und Liebe fassten die vielen tollen Gedanken der Kinder zusammen und wurden zu den Bildern geheftet. Am Ende des Anspiels lud das Team alle Gottesdienstbesucher zu einer etwas anderen Fastenzeit ein: Eine Fastenzeit, in der man versucht, den Hunger des anderen zu stillen, z. B. durch ein gutes Wort, ein Lob, Hilfe. Man kann jeden Tag während der Fastenzeit etwas verschenken, das der andere braucht, es vielleicht auch am Abend aufschreiben und Jesus am Ende der Fastenzeit ans Kreuz bringen als Geschenk. Zur Erinnerung daran erhielt jeder Gottesdienstbesucher am Ende einen Stein mit einem Herzen als Begleiter für die Fastenzeit – einige Steine liegen noch in der Kirche beim Gotteslob und dürfen gern selbst mitgenommen oder verschenkt werden.

Das Familiengottesdienst wünscht allen eine gesegnete Fastenzeit mit viel Freude am Geben.

Eine kleine Geschichte über die Freude am Geben

„Eine Frau, die alleine durch die Berge reiste, fand einen wertvollen Stein in einem kleinen Bach und steckte ihn ein. Am nächsten Tag traf sie einen anderen Reisenden, der großen Hunger hatte. Also öffnete die Frau ihre Tasche, um ihr Essen mit ihm zu teilen. Der hungrige Reisende sah den wertvollen Stein und bat die Frau, ihn ihm zu geben. Ohne zu zögern nahm sie den Stein und gab ihn ihm. Er ging weiter und freute sich sehr über sein großes Glück. Er wusste, dass der Stein genug wert war, um ihm sein Leben lang Sicherheit zu garantieren. Einige Tage später aber kam er zurück, um der Frau den Stein wiederzugeben. ‚Ich habe darüber nachgedacht‘, sagte er. ‚Ich weiß, wie wertvoll dieser Stein ist, aber ich gebe ihn Dir zurück in der Hoffnung, dass Du mir etwas noch Wertvolleres geben kannst. Gib mir das, was Du in Dir hast, das Dich mir den Stein hat geben lassen.‘ Die Frau lächelte und sagte: „Die Freude am Geben!’“

(Unbekannter Verfasser)

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