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Liebe Mitchristen,

die erste Phase der Einschränkungen unseres gewohnten Miteinanders geht zu Ende und gleichzeitig “in die Verlängerung”.

In vielen Gesprächen während der vergangenen Wochen hörte ich von Ihnen, wie groß Ihre Sehnsucht ist nach Gemeinschaft und gemeinsamen Gottesdiensten. Gleichzeitig erfahre ich, wie wichtig es Ihnen ist und wie gut es tut, im gemeinsamen Gebet verbunden zu sein; ob in und mit der Familie, bei den zahlreichen Gottesdiensten in Fernsehen, Internet und Radio oder auch alleine, aber in dem Wissen, dass wir über das Gebet stets in unserer Glaubensgemeinschaft zusammengehören. 

„Unsere Kirchen mögen geschlossen sein, aber Christus steht nicht unter Quarantäne und sein Evangelium ist nicht in Ketten. Das Herz unseres Herrn bleibt offen für jeden Mann und jede Frau. Auch wenn wir nicht gemeinsam Gottesdienst feiern können, kann jeder von uns Ihn in den Tabernakeln unseres eigenen Herzens suchen.” (José Horacio Gómez Velasco, Erzbischof von Los Angeles)

Die Glocken unserer Kirche laden täglich um 16:00 Uhr weiterhin zum Innehalten und Beten ein - als Zeichen der Gemeinschaft und der Hoffnung.

“Am Anfang war das Wort” - Christus und seine Kirche ist in diesem Wort erlebbar und erfahrbar. Ich lade Sie ein, gemeinsam sonntags um 10.00 Uhr zu beten. Anleitungen für Hausgottesdienste finden Sie in unseren Kirchen ausgedruckt ausgelegt und auf dieser Homepage zum Herunterladen. Eine weiße Tischdecke, eine Kerze und die Bibel helfen dabei, auch zu Hause eine Gebetsatmosphäre zu schaffen. Ich freue mich, wenn wir auf diesem Weg gemeinsam unseren Glauben leben.

Ihr Pfarrer Mariusz Kowalski

 

Bischöfliches Dekret von Bischof Dr. Franz Jung für das Bistum Würzburg
vom 17. April 2020

Präambel
Angesichts der Corona-Pandemie haben die staatlichen Organe ihre Schutzmaßnahmen
bis zur Stunde weitgehend aufrechterhalten. Öffentliche Gottesdienste sind nach wie vor
untersagt. Daher ordne ich für das Bistum Würzburg an:

§ 1 Gottesdienste
(1) Bis auf weiteres dürfen keine öffentlichen Gottesdienste gefeiert werden. Entsprechend
sind auch Erstkommunionfeiern, Firmungen und Wallfahrten bis auf weiteres untersagt.
(2) Die private Zelebration der Priester, ggf. mit einem Diakon, einem Altardiener / einer
Altardienerin, einem Lektor / einer Lektorin, einem Kantor / einer Kantorin und einem
Organisten / einer Organistin, unter Ausschluss der Öffentlichkeit, ist erlaubt und in der
gegenwärtigen Situation ein stellvertretender Vollzug. Sie nimmt dabei die besonderen
Anliegen der Pfarrgemeinden und Pfarreiengemeinschaften mit ins Gebet.
Die Übertragung solcher Gottesdienste im Internet und Rundfunk ist erlaubt.
(3) Tauffeiern sind zu verschieben. Ausschließlich Nottaufen sind gestattet.
(4) Trauungen sind zu verschieben.
(5) Beisetzungen dürfen nur im engsten Familienkreis ohne Requiem stattfinden.
(6) Die Krankensalbung für Einzelpersonen sowie die Begleitung von Sterbenden bleiben
erlaubt.
(7) Die Kirchen sollen nach Möglichkeit zu den gewohnten Zeiten in der je üblichen Weise
und unter Beachtung der bekannt gemachten Hygiene- und Abstandsregeln für das
persönliche Gebet geöffnet bleiben.

§ 2 Veranstaltungen und Gremiensitzungen
(1) Alle öffentlichen kirchlichen Veranstaltungen müssen bis auf weiteres entfallen.
(2) Alle Treffen, Gruppenstunden usw. von kirchlichen Vereinigungen müssen bis auf
weiteres entfallen.
(3) Gremiensitzungen können stattfinden, wenn sie zur ordnungsgemäßen Erledigung der
laufenden Geschäfte erforderlich sind. Die bekannt gemachten Hygiene- und
Abstandsregeln sind zu beachten.

§ 4 Inkrafttreten und Geltungsdauer
Die in diesem Dekret enthaltenen Anordnungen treten ab Montag, 20. April 2020 in Kraft.
Sie gelten bis auf weiteres.


Würzburg, 17. April 2020

Dr. Franz Jung
Bischof von Würzburg

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