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Liebe Mitchristen,

“Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht” (Jes 9,1). Diese Worte des Propheten Jesaja entstanden in einer schweren Zeit. Der Norden Israels wurde von den Assyrern erobert, Samaria zerstört. Große Angst breitete sich in Jerusalem aus. Die Menschen damals hatten das Gefühl, in finsteren Zeiten zu leben. In dieser Hoffnungslosigkeit sprach Gott zu den seinen durch den Propheten Jesaja: “Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht”.

Viele von uns können das Gefühl des Volkes Israel teilen. Wir leben in finsteren Zeiten: Corna macht sich breit, vieles bricht zusammen und überfordert uns, wird eingeschränkt, anders, ungewohnt, schwer.

In dieser unserer Situation erklingen an Weihnachten wieder die Worte des Jesaja. Das Licht von oben, Jesus Christus kommt zu uns. Er bringt sein Licht. Er selbst ist das Licht, das an Weihnachten, auch in diesem besonderen, durch Corona geprägten Jahr, wieder aufstrahlt und die Dunkelheit erhellt, wo auch immer sie sich ausbreitet.

Gott schenkt uns seinen Sohn, das Licht vom Himmel. Weihnachten ist deshalb auch ein Fest des Teilens. Teilen wir dieses Licht. Geben wir es weiter dort, wo uns das Übersehene, Vergessene, Zerbrochene, Misslungene, Unbedeutende begegnet, selbst wenn es uns im Alltag manchmal verborgen bleibt. So kann Weihnachten nicht nur uns, sondern durch uns auch die Welt erhellen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und allen Ihren Lieben gesegnete und vom himmlischen Licht erfüllte Weihnachten.

Pfr. Mariusz Kowalski

 

 

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